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Das Geheimnis der Lokomotive 154

Das Geheimnis der Lokomotive 154

Schöne Geschichte um die Staatsbahn und ihre Stationen
Ulrich, Ischa
16903
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Das Geheimnis der Lokomotive 154

Autorin: Ischa Ulrich
Verlag: Gamsberg Macmillan
Windhoek, 2000
Broschur, 23x17 cm, 34 Seiten, 15 farbige Abbildungen, 2 Karten


Auszug aus der Geschichte:

Ich bin die Dampflokomotive 154. Du kannst kommen und mich vor dem Bahnhof in Windhoek anschauen. Viele Leute kommen und bestaunen mich, um mein Geheimnis zu erraten. Dir aber will ich es erzählen. Ich bin schon über 90 Jahre alt. Da staunst du, was?

Vor etwa einhundert Jahren liefen unsere Eisenbahnschienen bergauf und bergab. Es gab kaum Brücken. Manche Berge waren so steil, dass eine Lokomotive allein es nicht scharrte, den Zug hinaufzuziehen. So wurde eine zweite Lokomotive gebaut, die genau so aussah wie ich. Sie bekam auch die gleiche Nummer. Wenn eine von uns beiden allein fuhr, was ab und zu mal vorkam, hießen wir Illing. Sobald wir aber zusammen fuhren, hießen wir Zwilling. Stell dir mal vor, viele Leute denken ich bin keine Illing, ich hätte keinen Zwilling gehabt. Das stimmt natürlich nicht.

Aber nun will ich dir von der Zeit erzählen, als ich noch nicht hier vor dem Bahnhof in Windhoek stand. Das ist schon so lange her! [...]

Du weißt ja, dass Windhoek die Hauptstadt von Namibia ist. Noch heute kannst du einige alte Gebäude sehen die es damals schon gab, wie den Tintenpalast, die Alte Feste, die Christuskirche und die katholische Kirche und natürlich den Bahnhof. Sogar einige Gebäude auf unserer Hauptstraße in Windhoek waren damals schon gebaut.Schöne Gartenanlagen gab es auch schon. Hast du dir mal die alten Burgen auf den Hügeln in Windhoek angeschaut? So fuhr ich damals viele Male die Strecke von Swakopmund nach Windhoek, hin und zurück. Ich hatte viele Menschen, Tiere und alle Arten von Gütern zu fahren. Man nannte uns die Staatsbahn.

Es gab auch die Otavi-Bahn. Die Otavi-Bahn hatte ihre eigenen Schienen von Swakopmund durch die Namibwüste gelegt. Die Schienen überquerten das Khanrivier dicht bei Usakos auf einer langen Stahlbrücke. In Usakos war die Hauptwerkstatt für die Otavi-Bahn. Dann liefen die Schienen dicht am Erongogebirge vorbei, über Omaruru, Kalkfeld, Otjiwarongo nach Otavi. Viele kleine Stationen lagen dazwischen.

Die Schienen der Otavi-Bahn durch die Namib waren viel besser gebaut als die Staatsbahnstrecke. Deshalb zog bald die Otavi-Bahn den Hauptverkehr durch die Namib. Du kannst dir denken, wie sehr ich mich freute, als ich nun auch mal nach Otavi fahren durfte. Es war auf dieser Strecke viel leichter, durch die Namib zu fahren. Ohne gar zu große Anstrengung kam ich in Usakos an. Alles wurde nachgesehen, aber es fehlte mir nichts und ich durfte weiter ziehen.

Ja, und jetzt muß ich dir erzählen, was ich von der alten Schildkröte bei der Erongo-Station hörte. Sie war gerade aus dem Erongogebirge gekommen. Der Weg von dort hatte natürlich sehr lange gedauert, denn du weißt ja, wie langsam eine Schildkröte auf ihren kurzen Beinen läuft. [...]