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Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste

Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste

Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste beruht auf einer wahren Begebenheit: zwei deutsche Geologen in Südwestafrika entziehen sich der Internierung durch die südafrikanische Mandatsverwaltung. Softcover.
Martin, Henno
13541

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Buchtitel: Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste
Autor: Henno Martin
Verlag: Two Books
7. Auflage, Hamburg 2010
ISBN 9783935453028
Broschur, 12x19 cm, 400 Seiten, 14 sw-Fotos, 2 Karten


Beschreibung:

Am 8. September 1935 betreten zwei junge Geologen die Küste von Südwestafrika. Sie haben Deutschland verlassen, beginnen geologische Forschungen im Naukluftgebirge und erkunden Wasservorkommen für die Farmer des Landes.

Der Zweite Weltkrieg holt sie ein, aus Furcht vor der drohenden Internierung als feindliche Ausländer, fliehen Henno Martin und Hermann Korn in die Wüste, kämpfen dort mehr als zwei Jahre um das Überleben. Hunger und Durst quälen sie, ihre wechselnden Unterkünfte, provisorisch, primitiv, bilden den Ausgangspunkt für wechselndes Jagdglück auf der Suche nach Nahrung und Wasser. Und die südafrikanische Besatzungsmacht in Südwestafrika ist ihnen ständig auf den Fersen...

Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste: [...] Rasselnd fiel das schwere Eisentor des Gefängnisses von Windhoek hinter uns zu. Ich drehte mich noch einmal um. Über dem inneren Torbogen stand in großen, etwas verblaßten Buchstaben: "Alles zur Besserung!" Ich hätte lachen mögen, aber uns war nicht nach Lachen zumute. Die tröstlichen Worte stammten sicher noch aus deutscher Zeit. Die Formalitäten erledigten sich schnell.

Unsere Namen: Hermann Korn und Henno Martin, Beruf: Geologen, wurden in ein großes Buch geschrieben, und unsere Gürtel und Schuhriemen wurden uns abgenommen. Dann schlossen sich auch die Zellentüren hinter uns. Wir waren getrennt worden; mein kranker Freund lag in der Nachbarzelle.

Ich fühlte mich nicht sehr wohl. Einen ganzen langen Tag waren wir unterwegs gewesen, um bei einbrechender Dunkelheit dieses Ziel zu erreichen. Der Schlaf floh mich; durch das vergitterte Fenster fiel schwacher Lichtschein von einer auf dem Hof brennenden Lampe. Ich lag auf dem Rücken und starrte in das Halbdunkel. [...]