Springe zum Hauptinhalt »

Seiten durchsuchen

0 Artikel, 0,00 €
zum Warenkorb »

Your Shopping cart is empty.

 

Missionar Friedrch Heidmann

Missionar Friedrch Heidmann

Über den Pionier von Rehoboth - Sein Leben und Werk in Namibia
Vollmer,
13084
neu

sofort lieferbar

12,50 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten
Missionar Friedrch Heidmann

Untertitel: Ein Pionier von Rehoboth - Sein Leben und Werk in Namibia
Autor: Richard Vollmer
Selbstverlag
Adelberg, 1996
Broschur, 17x24 cm, 152 Seiten, zahlreiche sw-Fotos, 4 Karten


Vorwort von Richard Vollmer, Pfarrer i.R.
Missionar in Namibia von 1952 -1973, zuerst in Rehoboth von 1952 - 1960

"Missionar oder Räuberhauptmann" - mit diesem Ausspruch beantwortete ein Jugendfreund von mir die Frage der Schwester im Kindergarten, was er einmal werden wollte. Damit ist das Leben von Missionar F. Heidmann, wie er alle Briefe unterschrieb, skizziert. - Vermutlich wurde er Fritz gerufen, wie aus einem Brief von Verwandten hervorgeht. Heidmann hatte 3 Vornamen: Johann, Christoph, Friedrich, nach seinem eigenen Lebenslauf.

So abenteuerlich, aufregend, und oft auch gefährlich, zeichnet sich das Leben von Heidmann ab. Dabei war es geprägt von einem tiefen Gottvertrauen. Für seine Gemeinde, der er 40 Jahre ohne Heimaturlaub diente, war er nicht nur ein guter Seelsorger, sondern auch Arzt und und Helfer in allerlei Nöten. Dabei hatte seine Frau sicher einen großen Anteil gehabt. Sein langjähriger Schulmeister, Mattheus Gertse, hat dies in einem Nachruf vom September 1913 trefflich geschrieben. Ich gebe diesen Nachruf etwas verkürzt und in Übersetzung wieder.


Er lautet wie folgt:

„Er hat seine Gemeinde von Herzen geliebt. In den Zeiten unserer argen Bedrückung durch die Eingeborenen, konnten wir dies am besten sehen, wie ihm unser Leid und die Verfolgungen zu Herzen gingen. Er hat seine Gemeinde in inneren, wie in äußeren Bedürfnissen aufrichtig getragen. Wir haben manchmal gedacht, als die Not so groß war, er könne lieber mit seiner Frau für einige Zeit in eine andere Gemeinde gehen, bis wieder bessere Zeiten wären. Aber davon wollte er absolut nichts wissen. Viel lieber wollte er mit seiner Gemeinde zusammen ihre Not und Schwierigkeiten tragen. In den Tagen der Not, die durch Räubereien der Feinde verursacht wurden, ist er wie ein Vater für uns und unsere Kinder eingestanden. Wenn dann die Schule aus war, konnte man sehen, wie die kleinen Kinder mit ihren Eßnäpfen der Küche im Missionshaus zuliefen, und auch das bekamen, wozu sie gekommen waren.

Wir könnten vieles aufzählen, was unsere geistlichen Eltern, Vater und Mutter, für uns und unsere Kinder getan haben. Er war ein sehr ernster und gewissenhafter Lehrer und Missionar. So wie er predigte, so hat er auch gelebt, um uns dadurch zu zeigen, wie man als Christ leben soll. Er hat nicht das Seine gesucht, sondern was des Ändern ist. In den 40 Jahren, die er mit seiner Gemeinde zusammen war, hat er mit ihr Freud und Leid geteilt. Er war Lehrer, Arzt, Tröster der Witwen und Weisen, Stütze der Armen und Kranken, ein rechter Vater der Schwachen und Notleidenden, Ratgeber der Ratlosen und Helfer der Hilflosen.

Er hat nicht getrachtet nach hohen Dingen, aber niedrig war sein Leben. Das konnte jeder Fremdling, der bei ihm aufgenommen wurde, erkennen, und sich darüber wundern. So war unser alter, verstorbenen Missionar und Seelsorger mit seiner getreuen Ehegattin, sowohl in ihrem geistlichen, als auch äußeren Leben ein Vorbild. Dies bezeugen wir als Gemeinde von Rehoboth, der Schreiber Mattheus Gertse."

Besser als dieser Nachruf es ausdrückt, kann man Leben und Werk von Missionar Heidmann nicht beschreiben. Der Leser dieser Schrift wird dieses bestätigt finden.


Aus der Einleitung:

Wer war Heidmann? Johann Christoph Friedrich Heidmann ist am 1. November 1834 in Lübeck geboren. Er selbst schreibt in seinem Lebenslauf vor seiner Ausreise nach Afrika am 3.0ktober 1865 (hier verkürzt): „Ich bin in einem frommen Elternhaus aufgewachsen. 1850 wurde ich konfirmiert und kam in die Lehre zu einem Glasermeister, einem alten frommen Mann, und nach viereinhalbjähriger Lehrzeit ging ich in die Fremde.

Hier wurde ich mit der Welt bekannt und leider auch in ihr Wesen verstrickt. Die gute Erziehung frommer Eltern und Lehrer wurden allmählich zurückgedrängt und übertäubt von der Lust der Welt. Durch Güte konnte der Herr mein verkehrtes Herz nicht wieder herumholen. So wurde ich durch seine Hand aufs Krankenlager geworfen. Ich bekam die Blattern und glaubte mich dem Tode nahe. Ich gelobte meinem Herrn und Heiland, wenn er mir wieder meine Leibeskraft schicke, fortan ihm meine Kraft im Dienst unter den Heiden zu verehren. Der Herr nahm mein Gelübde in Gnaden an, und bahnte mir - trotz vorgerückten Lebensalter - die Wege zur Aufnahme ins Missionshaus und hat meinen Aufenthalt hier reich gesegnet. Jetzt nach vollendeter Vorbereitung bin ich bestimmt für De Tuin in Südafrika." [...]