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Mission am Oranje

Mission am Oranje

Geschichte der Oblaten-Mission der Vikariate Keimoes und Keetmanshoop nach Briefen, Tagebüchern und Visitationsberichten
Wehr, Franz
13089
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Mission am Oranje


Untertitel: Geschichte der Oblaten-Mission der Vikariate Keimoes und Keetmanshoop nach Briefen, Tagebüchern und Visitationsberichten
Autor: Franz Wehrl
Verlag: Franz Sales Verlag
Eichstätt, 1994
Kartoneinband, 16x24 cm, 543 Seiten, zahlreiche sw-Fotos und -Karten


Verlagsankündigung:

Vor 90 Jahren (Januar 1904) brachen im ehemaligen Deutsch-Südwest-Afrika der Aufstand der Hereros und einige Monate später der Aufstand der Hottentottenstämme aus. Beide Kriege endeten mit einer Katastrophe für die Eingeborenen. Die Kolonisatoren, die weißen Siedler wie die überwiegend deutschen Missionare haben Anlaß, Erinnerungen an diese Zeit wachzurufen und ihre Rolle von damals zu bedenken.

Für die vorliegende Geschichte der Regionen diesseits und jenseits des Oranje im Süden Afrikas (Südafrikanische Union und Namibia) sind diese Kolonialkriege ein Thema unter vielen anderen: Sie behandelt in erster Linie die katholischen Missionen der Oblaten des hl. Franz von Sales in Klein- und Großnamaland, ihre Entwicklungen in schwierigsten Zeiten. Gewürdigt werden die großen Leistungen der Missionare und Missionsschwestern. Sie haben ihre »Farbigen Brüder« geachtet und um ihre Zuneigung geworben als Voraussetzung für ihren Auftrag, diese Regionen für den christlichen Glauben zu gewinnen.


Aus dem Vorwort:

Die ersten Aufbauphasen der Oblatenmission in Klein- und Groß-Namaland rücken in immer weitere Femen unserer Vergangenheit. Erinnerung tut not, zumal beide Missionsgebiete, diesseits und jenseits des Oranje, in einem gewaltigen gesellschaftlichen und politischen Umbruch stehen. Die Missionskirchen sind von diesen Umwälzungen mitbetroffen. Die Kirchen sind dabei, ihr Verhältnis zum Staat neu zu definieren, wie das Tagungsthema einer Kirchenkonferenz von 1990 deutlich erkennen ließ: man befaßte sich hier mit der "Rolle der Kirchen bei der Transformation der Namibischen Gesellschaft" auf verschiedenen Gebieten, wie Bildung, Erziehung und Soziales.

Namibia ist in eine neue Zeit eingetreten. Land und Leute, bislang von fremden Mächten bevormundet oder unterdrückt, suchen nach ihrer Identität. - Der Missionsgeschichte kommt hierbei eine wichtige Rolle zu, denn ohne sie können die letzten 150 Jahre dieses Landes weder verstanden noch gedeutet werden. Die Gründungsgeschichte der katholischen Missionen in den Vikariaten Pella-Keimoes und Heirachabis-Keetmanshoop beschreiben, heißt, jene Ursprünge der Eingeborenenvölker sichtbar zu machen, auf denen das heutige moderne Namibia sich weiterzuentwickeln versucht.

Die vorliegende Missionsgeschichte befaßt sich mit den Stammesgebieten der heutigen Namibier diesseits und jenseits der Ufer des Oranje von den Anfängen der Oblatenmission bis etwa zum Jahre 1950. Ab dieser Zeit beginnt in mehrfacher Hinsicht eine neue Ära: Die beiden Missionsgebiete waren zu dieser Zeit, vom pastoralen Standpunkt aus betrachtet, im wesentlichen missionarisch erfaßt und durch ein relativ enges Netz von Haupt- und Nebenstationen überzogen. Die alten Gründungsstationen waren bis dahin den Erfordernissen der Mission entsprechend um- und ausgebaut, die Verantwortlichkeiten für die personelle und materielle Ausstattung durch einen weittragenden Beschluß des Generalkapitels des Ordens auf eine breite, sprich, internationale Basis gestellt.

Die Gründungsphase beider Missionsgebiete von Keimoes und Keetmanshoop kann also ab Mitte der 50er Jahre im wesentlichen als abgeschlossen betrachtet werden. Ab diesem Zeitpunkt lassen aber auch die Missionsberichte von ihrem Informationsgehalt her stark nach. Die Zentralarchive in Wien und Rom bieten für die folgende Zeit nur dürftig Quellenmaterial an; eine Fortführung der Missionsgeschichte ab Mitte der 50er Jahre bis in die Gegenwart müßte methodisch einen neuen Ansatz suchen. Die Zukunft des Landes Namibia wie seiner Missionsgebiete kann ohne Einbeziehung seiner Traditionen nicht gestaltet werden.

Der heutigen Generation, die den Umbau der Missionskirche maßgeblich zu verantworten hat, kann die vorliegende Missionsgeschichte möglicherweise helfen, die eigene Vergangenheit kennenzulernen und auf dem, was die vornehmlich Nicht-Afrikanischen Missionare und Schwestern aufgebaut haben, weiterzuentwickeln. - Es sei an dieser Stelle den Ordensoberen in Rom und Wien gedankt, daß sie durch Bereitstellung des Archivmaterials und finanzielle Mittel die Drucklegung dieser Missionsgeschichte wesentlich gefördert haben.