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Lebende Legenden einer sterbenden Kultur

Lebende Legenden einer sterbenden Kultur

27 Erzählungen der verschienener Buschmann-Clans mit 34 ganzseiten Illustrationen von Künstlern des !Xu & Khwe Cultural Projects
Fourie, Coral
13836
neu

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18,50 €
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Lebende Legenden einer sterbenden Kultur

Autorin: Coral Fourie
Verlag: bushman art
Rosenheim, 1997
Broschur, 17x24 cm, 77 Seiten, 34 sw-Illustrationen


Unsere Beschreibung:

Dieses neben seinen Buschmannfabeln auch künstlerisch so interessante Buch, besticht ganz nebenbei auch durch eine hohe Verarbeitungsqualität und ein gekonntes Layout.

Den Textseiten mit den 27 Erzählungen der verschienenen Buschmann-Clans sind ganzseite Illustrationen von Künstlern des !Xu & Khwe Cultural Projects, Kimberley gegenübergestellt.


Aus "Parabhize und die Elefanten":

Erzählt von Phuduhudu, der ein Kua aus der östlichen Kalahari ist.

Es begab sich, daß ein Kind geboren werden sollte. Es war noch nicht die richtige Zeit, aber das Kind sagte zu sich: »Nein, ich komme jetzt raus.« Seine Mutter sagte: »Komm auf die richtige Weise und zur richtigen Zeit heraus.« Aber es beharrte darauf: »Nein, ich komme auf meine Weise heraus.« Also machte es ein Loch in die Seite des Bauches seiner Mutter und kam heraus.

»Ich gehe mit meinem Bruder, um seine Frau zu besuchen.« »Aber wie kannst du so weit laufen, wenn du noch so sehr klein bist?« »Nein, ich gehe. Ich kann laufen. Es gibt kein Problem.« Und der Knabe nahm seinen Tragesack, schlang ihn sich über die Schulter und ging mit seinem Bruder fort.

Sie gingen und gingen und gingen. Unterwegs sahen sie einen Schwarm Webervögel. »Fang diese Vögel, Bruder, und steck sie in diesen Sack.« Aber als sein Bruder näher hinzu ging, um die Vögel zu fangen, flogen sie davon. Da fing er, der Kleine, alle Vögel einen nach dem anderen und steckte sie in seinen Tragesack.

Wieder gingen sie weiter. Sie gingen und unterhielten sich. Sie sahen ein Paar Trappen. »Fang diese Vögel, Bruder, und steck sie in diesen Sack.« Aber als sein Bruder näher hinzuging um die Vögel zu fangen, flogen die Vögel davon.

Da fing er, der Kleine, die Vögel und steckte sie in seinen Tragesack. Als sie sich den Hütten der Leute seiner Schwägerin näherten, fanden sie Haufen von Elefantendung. »Oh«, sagte der Kleine, »schau, wie die Elefanten den Platz mit ihrem Dreck verunreinigt haben.« »Nein«, sagte der Bruder, »du darfst nicht schlecht über sie reden. Diese Leute sind groß und stark und gefährlich.

Sie machen Schwierigkeiten, wenn sie dich so reden hören.« Aber der Kleine hörte nicht auf seinen Bruder und ging zum Dorf. Die Frauen waren nicht zu Hause. Sie waren fortgegangen, um Veldkos zu sammeln. Also setzten sie sich und warteten.

Leute kamen zum Dorf. »Sind dies die Leute des Dorfes?« »Nein, das sind unsere Nachbarn, die Springböcke.« »Oh, sie sind sehr hübsch. Wie schade, daß ihre Füße so klein sind. Sie werden sie verderben.«

Dann saßen sie wieder da und warteten. Dann kamen die Hartebeest. »Sind das deine Schwiegerleute?« »Nein, das sind unsere Nachbarn, die Hartebeest.« Oh, sie sind auch wunderschön, aber welch ein Jammer, daß ihre Farbe zu rot ist und ihre Hörner häßlich sind.«

»Nein, Mann, du darfst nicht schlecht über Leute reden. Du bringst uns in echte Schwierigkeiten.« »Hör zu, Bruder, ich bin Parahhize und ich kann sagen was immer ich will.«

Dann kamen die Frau seines Bruders und die anderen Frauen. Als die Frau den Kleinen sah, wollte sie ihn hochheben. Er öffnete den Tragesack und alle Vögel flogen heraus.« Charra-charra-charra-charra«, machten sie, und die Frau bekam einen solchen Schrecken, daß sie ihn in Ruhe ließ.

»Nein, ich muß dich nach Hause bringen. Du bist hier eine Plage«, sagte sein Bruder. [....]