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Keine Angst vor Afrika

Keine Angst vor Afrika

Ein reich bebilderter Notfallratgeber bei Schlangen- und Spinnenbissen für Touristen und Tourguides
Heer, Gottfried
10547
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14,95 €
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Keine Angst vor Afrika

Autor: Gottfried Heer
Verlag Neumann-Neudamm
Mesungen, 2003
Broschur, 12x19 cm, 126 Seiten, zahlreiche Abbildungen


Verlagsankündigung:

Das südliche Afrika wird jährlich von mehreren 100.000 Touristen allein aus Deutschland besucht. Die Menschen kommen mit der Natur Afrikas in hautnahen Kontakt. Geführte Fußwanderungen durch den Busch, das so genannte ´Game walking´, werden immer populärer. Klar, dass gewisse Risiken lauern. Risiken die von den Touristikunternehmen meist sehr diskret behandelt werden. Das Buch will vor allen Dingen Angst nehmen, aber auch die Risiken durch Aufklärung minimieren. Es richtet sich gleichermaßen an Touristen und Guides und ist sowohl als auch Notfallhandbuch, wie es bisher für den Besucher Afrikas noch nicht auf dem Markt war.

Gottfried Heer, Jahrgang 1947, Chefredakteur eines Safari-Magazins und Autor vieler Artikel über Afrikas Flora und Fauna. Bei seinen zahlreichen Reisen durch Afrika lernte er die Schönheit und das Risiko des schwarzen Kontinents hautnah kennen.


Vorwort von Gottfried Heer:

Afrika, herrliches wunderschönes Afrika. Ein Kontinent mit so unglaublich vielseitigen Landschaften und Menschen, mit einem gigantischen Wildreichtum und faszinierender Flora. Man muß dort gewesen sein! Und wer einmal dort war, ist mit dem „Virus africanensis" für den Rest des Lebens infiziert, er muß einfach wiederkommen, sonst verzehrt ihn die Sehnsucht nach Afrika. Aber wie Rosen Dornen haben, lauern auch gewisse Gefahren in diesem Paradies. Zugegeben, es sieht schon etwas gefährlich aus, wenn man alle Risiken aufzählt, die uns in Afrika erwarten. Und wenn wir ehrlich sind, etwas Angst haben wir alle davor. Viele Menschen lassen sich deshalb von einem Besuch des Schwarzen Kontinents abhalten. Das ist ganz sicher auch der Grund dafür, dass die in diesem Buch angesprochenen Themen oft von den Tourismusunternehmen verschwiegen werden - wohl aus Angst, Kunden zu verlieren.

Zu Unrecht, wie ich meine. Aufklärung wäre besser! Dieses Buch will keine Angst wecken, sondern aufklären und Hilfen für den Notfall anbieten. Hilfsanleitung für den Laien, sozusagen. „Erkannte Gefahr ist gebannte Gefahr". Vergleichen wir die Situation mit dem Straßenverkehr: Es gibt gewisse Verhaltensregeln, an die Sie sich halten müssen, damit minimieren Sie Ihr Risiko. Auch im Busch von Afrika gibt es gewisse Verhaltensregeln, und wenn Sie sich an diese halten, kann Ihnen schon fast nichts mehr passieren. Vielleicht ist die Gefahr in Afrika kleiner, als auf unseren Straßen in Deutschland. Risiken entstehen meist durch Unkenntnis, Übermut und Leichtsinn. Wenn Sie Ihren Führerschein machen, müssen Sie vorher einen Erste-Hilfe-Kursus absolvieren, für den Fall, dass es einmal zu einem Unfall kommt. Für diese „Erste Hilfe" in Afrika, ist dieses Büchlein geschrieben worden, für den Fall der Fälle, wenn einmal etwas passiert.

Im Straßenverkehr wie im Busch kommt es darauf an, schnelle und richtige Erstversorgung vorzunehmen. Es soll Ihnen weiterhin die Regeln für einen erlebnisreichen Aufenthalt in der herrlichen Natur Afrikas mit möglichst geringem Risiko vermitteln. Nebenbei erfahren Sie noch etwas über die faszinierende Welt der Schlangen, Spinnen und Skorpione. Wir beschränken uns auf die Vorstellung der gefährlichsten und giftigsten Schlangen des südlichen Afrika, denn der Laie hat weder das Interesse, noch die Möglichkeit sich alle Schlangen zu merken, die dort anzutreffen sind. Das gleiche gilt für Spinnen und Skorpione. Das Buch erhebt daher keineswegs den Anspruch, ein wissenschaftliches „Schlangenerkennungsbuch" zu sein! Im letzten Teil des Buches haben wir die Reisegesundheitsvorsorge, also Krankheiten, angesprochen, denn Mücken und Malaria gehören ebenso zu Afrika, wie Schlangen und Skorpione. Bei etwas Vorsicht, brauchen sie auch davor keine Angst zu haben. Genießen Sie Afrika und kommen Sie gesund wieder nach Hause.


Auszug aus der Beschreibung der Puffotter:

Länge: 60 bis 100 cm (manchmal länger)
Umfang: Bis Armdicke
Farbe: Vom blassen grau, über alle braunen Varianten bis hin zu schwarz, mit hellen Winkeln auf dem Rücken
Gebiet: Savanne, Buschland, überall im südl. Afrika.

Symptome und Anzeichen nach einem Biss:

Das gebissene Glied schwillt stark an. Starke Schmerzen können auftreten. Die Lymphdrüsen an Leisten und Armbeugen werden empfindlich und schmerzhaft. Bei nicht rechtzeitiger Behandlung kommt es zu erheblichen Blutverlusten und Gewebezerstörungen, Fieber, Gefahr eines Kreislaufzusammenbruchs.

Wichtigste Erste Hilfe-Maßnahmen:

Ringe, Armbänder, etc. abnehmen. Patient ruhigstellen, aber wegen der Gefahr von starken Gewebezerstörungen Immobilisationsmethode nur bedingt anwenden (nicht zu fest wickeln). Keinesfalls abbinden! Rasterschießgerät kann eingesetzt werden. Patient zu trinken geben. Kein Alkohol!! Weitere Behandlungsmaßnahmen ab Seite 67

Die Puffotter gehört zu den gefürchtetsten und meistverbreitetsten Giftschlangen des südlichen Afrika. Die tag- und dämmerungsaktive Schlange besiedelt alle Lebensräume von der Kap-Provinz bis zur südlichen Sahara, außer Wüsten und Regenwäldern. Gewöhnlich beißt sie und läßt ihre Beute noch einmal frei. Die Erregung (insbesondere bei Paarungskämpfen) wird durch heftiges Fauchen angezeigt. Diese Lautäußerung,(die sich wie "puffffff anhört), hat der Schlange auch ihren Namen gegeben. Die Giftzähne liegen vorne im Oberkiefer und sind relativ lang. Damit sie mühelos im Maul der Schlange verschwinden können, klappen sie nach dem Schließen des Maules nach hinten.

Wird das Maul aufgerissen, werden sie wieder nach vorne ausgeklappt. Die Schlange hat jederzeit Reservegiftzähne bereit, sollten die Zähne einmal abbrechen. Oft liegt die Schlange lang ausgestreckt auf Pfaden oder im niedrigen Gesträuch zum Sonnenbaden. Die Schlange ist eigentlich nicht aggressiv. Als relativ schweres und träges Tier bleibt sie auch bei Störungen meist unbewegt und verläßt sich auf ihre ausgezeichnete Tarnung. Hier liegt auch die Gefahr für Menschen. Kommt man ihr zu nahe, stößt sie blitzschnell zu und beißt, dabei werden grosse Giftmengen injiziert. Eine Puffotter die sich unterwegs belästigt fühlt, zieht sich sofort zusammen, legt den Oberkörper S-förmig auf den Unterkörper und züngelt aufgeregt. Nun sollte man keinesfalls im Abstand von unter 1 m daran vorbeigehen. Es ist sehr wichtig, im Gelände hohe Schuhe und oder Gamaschen oder Stiefel zu tragen, damit ist man weitgehend vor dem Biss einer Puffotter sicher, da sie kaum höher als bis zu den Fußknöcheln beißen kann. Die durch den Biss entstandenen Wunden und Gewebezerstörungen heilen nur sehr langsam und sind schmerzhaft. Die Puffotter hat noch einige Verwandte oder Unterarten, deren Gifte allerdings nicht ganz so stark sind, manche sind ungefährlich.


Einleitung zum Kapitel „Spinnen und Skorpione“:

Keine Angst, Spinnen springen Sie nicht an, sondern versuchen immer Ihnen zu entkommen. Sie müssen nur verhindern, dass Sie ungewollt eine Spinne in eine ausweglose Situation bringen. - Fassen Sie keine Spinnen an. - Sorgen Sie dafür, dass Ihre Kleidung geschützt untergebracht ist. - Bevor Sie Kleidungsstücke oder Ihre Schuhe anziehen, schütteln Sie sie vorher gründlich aus. - Bevor Sie sich in ein fremdes Bett legen, durchsuchen Sie es. Bisse erfolgen meistens in der Nacht! - Schlafen Sie nachts unter einem Moskitonetz, stopfen sie die Enden unter die Matratze. - Laufen Sie auch im Haus niemals barfuß, erst recht nicht bei Dunkelheit.

Sehr wenige der 30.000 bekannten Spinnenarten sind potentiell für den Menschen gefährlich. In Südafrika sind es fünf Gattungen, nämlich Latrodectus, Loxosceles, Chiracanthium, Harpactirella und Sicarius. Grundsätzlich ist es wichtig Tetanus-Prophylaxe zu haben! Spinnengifte können entweder neurotoxisch oder zytotoxisch wirken. Zur Gruppe der Spinnen mit neurotoxischem Gift gehören die Rechenfalltürspinne Harpactirella und die Schwarze Witwe Latrodectus indistinctus. Die Schwarze Witwe ist sehr gefürchtet. Doch sind die Chancen vom Biß dieser Spinne zu Tode zu kommen, gering. Jedoch führt der Biß zu ernsthaften und schmerzhaften Symptomen. Es können krampfartige Schmerzen auftreten. Dazu kommt das Gefühl der Brusteinengung mit Atemnot. Übelkeit, Erbrechen und Durchfall können hinzukommen. Es ist wichtig, den Patienten zu beruhigen. Ärztliche Hilfe sollte sobald wie möglich gesucht werden.

Sofort nach dem Biß Druckverband mit einer festsitzenden elastischen Binde über dem ganzen betroffenen Glied anlegen und schienen, um es unbeweglich zu machen (siehe Immobilitätsmethode). Das Rasterschießgerät Venom Ex® kann ebenfalls nach Gebrauchsanweisung eingesetzt werden. Achtung: Es kann zu Atemstillstand kommen, dann künstlich beatmen!! Vom südafrikanischen Institut für medizinische Forschung in Johannesburg gibt es ein Serum:" Latrodectus antivenom". Es ist sehr wirksam und gibt unmittelbar Entlastungen. In jedem Fall sollten diese Behandlungen nur von qualifiziertem medizinischem Personal durchgeführt werden. Die Bisse von Harpacürella sind nicht sehr häufig und über die Giftwirkung ist wenig bekannt. Die Behandlung sollte wie bei Bissen der Schwarzen Witwe erfolgen. Das „Latrodectus antivenom" hat in Tierversuchen gute Wirkung gezeigt, ist beim Menschen jedoch noch nicht erprobt. Zur Gruppe der Spinnen mit zytotoxischem Gift gehören die Arten der Gattungen Chiracanthium, Loxosceles und Sicarius. Normalerweise entwickeln sich mehrere Stunden nach dem Biß, der selten bemerkt wird, brennende Schmerzen. Dazu kommen blutunterlaufende Anschwellungen. In den folgenden Tagen fällt das tote Gewebe ab und hinterläßt eine schwärende Wunde, oft mit bis zu 10 cm großem Durchmesser.

Diese Wunden können eine lange Zeit brauchen, um zu heilen. Es ist sehr wichtig darauf zu achten, daß die Wunde nicht verunreinigt wird, damit sekundäre bakterielle und Pilzinfektionen verhindert werden. Ein Arzt verordnet die notwendigen Antibiotika und Schmerzmittel. Es gibt kein Serum gegen zytotoxische Spinnenbisse. Die Bisse von Chiracanthium und Loxosceles haben nur lokale Auswirkungen. Der Biß von Sicarius ist glücklicherweise äußerst selten, kann allerdings sehr ernste Komplikationen nach sich ziehen, die auch innere Blutungen einschließen. In jedem Fall muß der Patient nach Bissen der beschriebenen Spinnen unter Beobachtung bleiben. Insbesondere bei Erbrechen und Durchfall viel Flüssigkeit zu sich nehmen. [… es folgt die Beschreibung einzelner Spinnen]


Inhaltsverzeichnis:

Vorwort
Bitte beachten Sie
Schlangenbegegnungen
Unfälle mit Giftschlangen
Vorsicht bei toten Schlangen
Vorsicht beim Klettern
Verhaltensmaßregeln
Drohgebärden
Giftschlangenarten
Puffotter
Gabunviper
Schwarze Mamba
Grüne Mamba (gewöhnliche Mamba)
Kap Kobra
Zebraschlange
Ägyptische Kobra
Schwarzweiße Kobra
Mozambique Speikobra
Ringhalskobra
Korallenschlange
Baumschlange
Überblick tag- und nachtaktive Schlangen
Schlangenidentifizierung
Schlangenbiß - Was ist zu tun?
Identifizierung - Symptome
Giftwirkungen
Bißmarken
Schlangenkopfformen
Bißmarken am Finger
Erste Hilfe bei Schlangenbissen
Es ist jemand gebissen worden
Butterfly
Druckverband anlegen
Antiserum
Stabile Seitenlage
Atemstillstand
Herzmassage
Künstliche Beatmung
Rasterschießgerät
Spinnen
Vermeidung von Spinnenbissen
Spinnenbisse - Behandlung
Sack Spinne
Violin Spinne
Schwarze Witwe
Krabbenspinne
Skorpione
Allgemeines über Skorpione
Pandinus Imperator
Hadogenes Bicolor
Parabuthus Transvaalicus
Wie schütze ich mich vor einem Skorpionstich
Was ist nach einem Stich zu tun
Insekten und Krankheiten
Insektenstiche
Tropische Krankheiten
Probleme mit Hitze und Sonne
Wasser ist lebensnotwendig
Literaturverzeichnis
Anschriften
Danksagungen