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Fetischismus als Alterität - Am Beispiel kolonialer Literatur über Togo

Fetischismus als Alterität - Am Beispiel kolonialer Literatur über Togo

Am Beispiel kolonialer Literatur über Togo: Richard Küas, Félix Couchoro und David Ananou
Yigbe, Dotsé
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Untertitel: Am Beispiel kolonialer Literatur über Togo: Richard Küas, Félix Couchoro und David Ananou
Autor: Dotsé Yigbe
IKO-Verlag
Frankfurt, 1997
Broschur, 15x21 cm, 350 Seiten


Verlagsankündigung:

Das Bild des "Schwarzen" in der europäischen Literatur ist seit dem Zeitalter der Entdeckung nicht nur vom Motiv der Sklaverei, sondern auch von der Wahrnehmung und Bewertung des Fetischphänomens geprägt. Trotz seiner Bedeutung bei der Darstellung Schwarzafrikas wurde dem Fetischismus bisher keine literarische Studie gewidmet. Die vorliegende Abhandlung versucht auf der Grundlage von Texten eines deutschen Kolonialbeamten und zweier ehemaliger "Missionsschüler" diese Lücke zu schließen. Die weitgehende Homogenität des hier erörterten Textkorpus resultiert dabei aus der strikten Fokalisierung auf das Fetischphänomen sowie aus dem Umstand, daß die behandelten Werke in einem weiteren Sinne alle der Kolonialliteratur über Togo angehören:

Richard Küas schrieb als deutscher Kolonialbeamter in der deutschen "Musterkolonie", der in Dahome geborene Félix Couchoro und der in Togo geborene David Ananou schrieben als sich zum Christentum bekennende katholische Missionsschüler. Die Analyse der Texte zeigt, daß die Autoren sich zwar auf sehr unterschiedliche Weise mit dem Fetischismus auseinandersetzen, gleichwohl aber alle drei die Meinung vertreten, er behindere die Entwicklung neuer afrikanischer Identitäten und müsse bekämpft werden.


Aus dem Inhalt:

1. Vorbemerkungen
1.1 EIngrenzung des Alteritätsbegriffs für die vorliegende Arbeit
1.2 Zum Vergleich der drei Autoren
1.3 Zur Relevanz des Themas und zur Methode der vorliegenden Arbeit
2. Zur Alterität: Der historische Überblick
2.1 Das Zeitalter der Entdeckung udn der Christianisierungs- und Zivilisierungseifer
2.1.1 Die erste flüchtige Begegnung
2.1.2 Wahrnehmung der religiösen Praktiken und des Widerstandes der Überseebevölkerung durch die Europäer
2.2 Das Jahrhundert der Aufklärung und die Säkularisierung der Alteritätsdebatte
2.2.1 Der Wissensdrang und die Erforschung der außereuropäischen Welt
2.2.2 Die Infragestellung der eigenen europäischen Werte und ein neuer Blick auf den Anderen
2.2.3 Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den religiösen Formen (auch der überseeischen Völker): ursprünglicher Monotheismus oder Idolatrie
2.3 Zum Fetischismus
2.3.1 Ein 'allgemein gültiger' religiöser Begriff?
2.3.2 Eine ausschließliche Charakteristik Schwarzafrikas
2.3.3 Auguste Comte und der positiv(istisch)e Fetischismus
2.3.4 Fetischismus als Abnormität
3. Das Fetischphänomen in Richard Küas' literarischem Schaffen
3.1 Das Frühwerk
3.1.1 Götzen
3.1.1.1 Der Plot
3.1.1.2 'Lassen Sie doch den Schwarzen ihre Lehmgötzen... Das Kreuz ist doch schließlich auch nur ein Symbol'
3.1.1.3 Götzen oder die Ansichten eines Kolonialidealisten
3.1.2 Vom Baum der Erkenntnis
3.1.2.1 Ein Eheroman?
3.1.2.2 Ein Kolonialroman
3.1.2.2.1 Die Eingliederung des Häuptlings in den kolonialen Machtapparat und seine Konfrontation mit dem Fetischpriester
3.1.2.2.2 'Wer soll Herr sein hier im Lande?'
3.1.3 Das zweite Gesicht
3.1.3.1 Die sonderbaren Heiligen: eine Karikatur der katholischen Mission
3.1.3.2 Und Friede den Menschen auf Erden: similia similibus
3.1.3.3 Der Fetischring: Ein Paradox
3.1.3.3.1 Eine phantastische Erzählung
3.1.3.3.2 Hat Afrika seine Mysterien?
3.2 Nach dem Ersten Weltkrieg
3.2.1 Togo-Erinnerungen: Ein summarischer Überblick
3.2.1.1 Die Würdigung der deutschen Kolonialleistungen in Togo anhand englischer 'Zeugnisse'
3.2.1.2 Der 'Kommandantevi' als tatkräftiger Aufklärer
3.2.2 Tessu und die Tänzerin: Der mündige Eingeborene als Zeugnis für den Erfolg der deutschen Kolonisation
3.2.3 Der Zauberer und die Amazone
3.2.3.1 Die Fabel
3.2.3.2 Fahmen und Aufbau der Erzählung
3.2.3.3 Der Intertext
3.2.3.3.1 Das literarische Vorbild
3.2.3.3.2 Der geschichtliche Bezug
3.2.3.4 Die Alterität im Roman Der Zauberer und die Amazone
3.3 Zusammenfassung
4. Die Darstellung des Fetischismus bei Félix Couchoro
4.1 L'Esclave
4.1.1 Inhaltszusammenfassung
4.1.2 Das Bild der traditionellen afrikanischen Gesellschft
4.1.3 Der Gegensatz zur europäischen Lebensform
4.2 Amour de féticheuse (au Togo)
4.2.1 Problemstellung
4.2.2 Amour de féticheuse au Togo: ein literarisches Remake
4.2.3 Struktur der Erzählung und sequentielle Organisation der Fabel von Amour de féticheuse zu Amour de féticheuse au Togo
4.2.4 Der Intertext
4.2.5 Die Alterität in Amour de féticheuse (au Togo)
4.2.5.1 Der Krankenpfleger: Katalysator und Keim einer bipolaren Gesellschaft
4.2.5.2 Der Einfluß des Krankenpflegers auf die anderen Figuren
4.2.5.3 Der Krankenpfleger: ein Ausnahmemensch
4.2.5.4 Der Krankenpfleger als Verkörperung des Guten
5. Ananou, David: Le Fils du Fétiche
5.1 Zum erzählerischen Programm des Romans
5.2 Die Darstellung der 'Heimat'
5.2.1 Le Fils du Fétiche: eine Dorfgeschichte
5.2.2 Die Faszination der Banalität
5.3 Die Gesellschaftskritik
5.3.1 Typologie der Fetischpriester
5.3.2 Implizite Kritik durch Darstellung, explizite Kritik durch Exkurse
5.4 Dialogizität - Interkulturalität: Redevielfalt und sozialer Dialog in Le Fils du Fétiche
5.4.1 Das traditionelle Leben durch Symbol und Wort
5.4.2 Hybride Bildungen
5.4.3 Bildlichkeit in Le Fils du Fétiche
5.4.3.1 Die Veranschaulichung durch eine Wissenschafts- und eine Militärsprache
5.4.3.2 Die Bezugnahme auf die französische Literatur
5.4.4 Die Hypertextualtität in Le Fils du Fétiche
5.4.4.1 Die koklonialliterarische Folie
5.4.4.2 Moralische Ansprüche des Fils du Fétiche
5.4.4.3 Le Fils du Fétiche: eine profane Messiade
6. Abschließender Vergleich

Anhang

Bibliographie