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Festschrift Dr. h.c. Heinrich Vedder. Ein Leben für Südwestafrika

Festschrift Dr. h.c. Heinrich Vedder. Ein Leben für Südwestafrika

Ehrung Dr. Vedders für seine Lebenswerk in Südwestafrika durch zahlreiche hochinteressante Beiträge
05-0114
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Festschrift Dr. h.c. Heinrich Vedder. Ein Leben für Südwestafrika

Untertitel: Ein Leben für Südwestafrika
Herausgeber: Wahrhold Drascher; H. J. Rust
Verlag: S.W.A. Wissenschaftliche Gesellschaft
Erstauflage, Windhoek 1961
Originalbroschur, 21x15 cm, 168 Seiten, sw-Fotos, Abbildungen, 1 Karte


Zustand:

2. Gut, mit kleinen Gebrauchsspuren. Innen frisch und sauber.
Selten.


Inhalt:

Geleitwort der Herausgeber
Ehrung durch das Afrika-Institut, Pretoria
J. Baumann: Ein Lebensbild Dr. Vedders
0. Milk: Das Augustineum
W. Drascher: Andersartigkeit und Anderswertigkeit als Rassekriterien
0. F. Raum: Stand der völkerkundlichen Forschung in Südwestafrika
0. Köhler: Die Sprachforschung in Südwestafrika
J. Trümpelmann: Dr. Vedder, der Erzähler und Historiker Südwestafrikas
E. G. Jacob: Die Entdeckung Südwestafrikas durch die Portugiesen
Joh. P. van S. Bruwer: Die Eingeborenen Südwestafrikas seit Maharero
0. von Weber: Die ersten Eingeborenen-Reservate in Südwestafrika
K. F. Höflich: Das Deutsche Sprach- und Schulproblem in Südwestafrika
H. J. Rust: Die Gründung der S.W.A. Wissenschaftlichen Gesellschaft
P. Sulzer: Ein Besuch bei Dr. Vedder im Oktober 1960
Veröffentlichungen von Dr. H. Vedder (zusammengestellt von H. J. Rust)
Uebersichtskarte Südwestafrika
Autorenverzeichnis


Geleitwort: Der Mann, dem diese Festschrift anläßlich der Vollendung seines 85. Lebensjahres von seinen Freunden in Afrika and Europa gewidmet ist, zählt zu den bedeutendsten Afrikanisten der Gegenwart. Sein Name wird international mit größter Hochachtung genannt. Gleichzeitig ist Dr. Heinrich Vedder einer der groBen christlichen Missionare, deren Wirken es gelang, Zugang auch zu den scheuesten Ur-Einwohnern Afrikas zu finden.

In den Zeiten politischer Wandlungen, die Südwest durchmachte, war Dr. Vedder bemüht, seinen Landsleuten Mittel und Wege zu weisen, um mit den sich ändernden V erhältnissen fertig zu werden und sich in neue Gegebenheiten einzuleben. Aber alle diese Leistungen, von denen an sich jede allein schon genügen würde, um in einer Festschrift gewürdigt zu werden, sind es eigentlich nicht, die das Innerste seines Wesens kennzeichnen.

Allen Südwestern ist der Name Vedder ein ehrwürdiger Begriff und auch in Südafrika und Deutschland kennen viele den „Alten Vedder". In diesem Wortchen „alt" liegen eine leichte Zärtlichkeit, eine anerkennende Hochachtung und ein kindhaftes Vertrauen.

Denn durch ein langes, gesegnetes Leben steht er als getreuer Eckardt im Wandel seiner spröden und doch so schönen Wahlheimat. Er hat ihre Geschichte mit unermüdlichem Fleiß durchforscht, er spricht alle Sprachen, die dort Geltung haben und deren Strukturerkenntnis ihm zu danken ist; er hat jahrzehntelang seiner weißen Gemeinde als Vorbild gedient und in seiner väterlichen Art ihr Tun und Treiben mit Ernst und Humor verfolgt, sie gelobt und, wenn es notwendig war, auch einmal getadelt.

Erfüllt von wahrhaft christlicher Glaubensüberzeugung ist er ein treuer und hingebender Diener seiner Missionsgesellschaft und Kirche, denen er durch seine Initiative einen Weg gezeigt hat, Nachwuchs aus den Reihen der Eingeborenen selbst heranzubilden. Als in seiner alten Heimat die Not am größten war, hat er unermüdlich mit allem, was er hatte, geholfen und jeden Dank schlicht abgelehnt. Noch im hohen Alter fuhlte er sich verpflichtet, den Ruf der Südafrikanischen Regierung zum Senator fur Siidwestafrika in das Unionsparlament anzunehmen.

In christlicher Demut hat er schwere Schicksalsschläge hingenommen, die ihm durch den Tod seiner Lieben und eigene Erkrankung auferlegt wurden. Wer ihn aufsuchte, ob Weißer oder Nicht-Weißer, ob Südafrikaner oder Deutscher, konnte bei ihm Hilfe und Trost finden, und wohl niemand verließ ihn ohne das Gefuhl, einem Menschen begegnet zu sein, der Ungezählten ein Vorbild war. Denn diese menschliche Überlegenheit, diese Übereinstimmung von Lehre und Tat haben ihm die Ehre und das Ansehen verschafft, die er allenthalben genießt.

Diese Schrift soil ein genaueres Stadium seines Lebens und Wirkens ermöglichen, ein Bild seiner vielseitigen Lebensarbeit zeichnen und zeigen, wie sie die Tätigkeit anderer befruchtet hat. Es ist das Bild dieses Patriarchen aus der Geschichte Südwestafrikas, Südafrikas und Deutschlands nicht hinwegzudenken; es hat in ihr einen festen Platz! Sein Wirken wird auch fiir die Zukunft von Bedeutung und Beispiel bleiben.

Professor Dr. W. Drascher Dr. H. J. Rust