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Dinteria Nr. 16

Dinteria Nr. 16

Beiträge zur Flora und Vegetation von Südwestafrika
Giess, Willy
12049
neu

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9,50 €
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Dinteria Nr. 16

Herausgeber: Wilhelm Giess
Verlag: S.W.A. Wissenschaftl.Gesellschaft
Windhoek, 1981
Broschur, 17x24 cm, 72 Seiten, 2 Karte, 76 Abbildungen


Inhaltsangabe:

- A Braun-Blanquet Survey of the Vegetation of the Welwitschia Plain — A. Moisel & E. J. Moll

- Die in der Zentralen Namib von Südwestafrika/Namibia festgestellten Pflanzenarten und ihre Biotope — W. Giess


Aus "Die in der Zentralen Namib von Südwestafrika/Namibia festgestellten Pflanzenarten und ihre Biotope":

Die Namib Wüste ist eine der extremst ariden Wüstengebiete des südlichen Afrika. Sie erstreckt sich in einem mehr oder weniger breiten Streifen (80—120 km) entlang der Küste des Atlantischen Ozeans vom Nicolai Rivier im südlichen Angola durch ganz Südwestafrika bis in das nördliche Namaqualand in der Republik von Südafrika. Von Norden nach Süden kann eine Unterteilung der südwestafrikanischen Namib vorgenommen werden, und zwar:

1. Die Nördliche Namib (N). Diese erstreckt sich vom Kunene, dem Grenzfluß nach Angola im Norden, bis zum Huab Rivier. Nördlich des Koichabriviers beginnen Sanddünen in einem breiteren Streifen, wenn auch nicht in derselben Ausdehnung wie in der Südlichen Namib. Dieses Dünengebiet erreicht seine größte Tiefe an der Kunenemündung. Ein weiterer Unterschied ist die Farbe des Sandes, der in der Nördlichen Namib weiß ist, im Gegensatz zu dem roten Sand der Südlichen Namib.

2. Die Zentrale Namib (C). Das Gebiet, mit dem sich unsere Arbeit befaßt, erstreckt sich vom Huab im Norden bis zum Kuiseb, auf dessen Südufer das Dünenmeer der Südlichen Namib beginnt. In der Zentralen Namib fehlen die Dünen völlig, mit Ausnahme einesm schmalen Dünenstreifens zwischen Swakopmund und Walvis Bay. Bemerkenswert ist hier vielleicht, daß östlich der Zentralen Namib die Randstufe des Hochlandes unterbrochen ist und fehlt.

3. Die Südliche Namib (S). Südlich des Kuiseb erstreckt sich ein Dünenmeer roten Sandes bis nördlich Lüderitzbucht. Hier finden wir die höchsten Dünen der Welt in der Nähe des Sossusvleis. Wie aus der Vegetationskarte ersichtlich (Giess 1971), kann der südlichste Teil wiederum unterteilt werden, und zwar handelt es sich hier um ein Gebiet, das anstatt des Sommerregens in der Hauptsache Winterregen erhält. Deshalb kann dieser Teil, im Westen immer noch Wüste, in seinem östlichen Teil auf Grund seiner floristischen Zusammensetzung als Sukkulenten-Halbwüste (Ss) bezeichnet werden.

Auch in der West-Ost-Richtung kann in der Namib eine weitere Unterteilung vorgenommen werden. Entlang der Küste, in ihrer unmittelbaren Nähe, finden wir einen sehr schmalen Vegetationsstreifen, dessen Pflanzen bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit leben. Wahrscheinlich stellt hier der sehr häufige Küstennebel eine Hauptquelle der Wasserversorgung. Regenfälle kommen nur sehr selten und sporadisch vor.

Der mittlere Regenfall liegt bei etwa 20 mm, wobei es jedoch vorkommen kann, daß es ein oder mehrere Jahre überhaupt keine Niederschläge gibt. Etwa bis 50 km Inland erstreckt sich die äußere Namib. Dieser Wüstenstreifen ist extrem trocken. Regenfälle treten nur äußerst selten auf. Jedoch ist er durch eine verhältnismäßig hohe Luftfeuchtigkeit ausgezeichnet, die durch die landeinwärts ziehenden Küstennebel hervorgerufen wird. Es ist dies die eigentliche „Nebelwüste" in deren Bereich auch, besonders in der Zentralen Namib, das Hauptverbreitungsgebiet der Welwitschia mirabilis in Südwestafrika liegt. Eine genaue Grenze zu der weiter östlich gelegenen inneren Namib (Pro-Namib) kann nicht gezogen werden. Hier treten jetzt schon häufigere Regenfälle auf und die sonst kahlen Flächen können sich nach diesen in weit ausgestrecktes Grasland verwandeln.

Bei der Behandlung der Zentralen Namib habe ich bewußt das Gebiet bis an die Ostgrenze der Namib erfaßt. Hierbei ist das ganze Gebiet des Namib-Wüsten-Parks, eines Naturschutzgebietes, im Süden und Südosten begrenzt durch den Kuiseb und im Norden über den Swakop hinaus bis in die Welwitschiafläche, eingeschlossen. Da genauere Aufsammlungen, Notizen und Beobachtungen der äußeren Namib nördlich davon vorliegen, ist, wie auf der Karte zu ersehen, ein etwa 20 km breiter Streifen über das Kreuzkap hinaus bis zu den bisher botanisch wenig bekannten Messumbergen mit einbezogen worden. [...]