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Dinteria Nr. 14

Dinteria Nr. 14

Beiträge zur Flora und Vegetation von Südwestafrika
Giess, Willy
12047
neu

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9,50 €
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Herausgeber: Wilhelm Giess
Verlag: S.W.A. Wissenschaftl.Gesellschaft
Windhoek, 1978
Broschur, 17x24 cm, 24 Seiten, 2 Karte, 9 Abbildungen


Inhaltsangabe:

- Abstract
- Einführung
- Material und Methoden
- Morphologische Charakterisierung
- Verbreitung
- Standorte
- Physiologische, morphologische und anatomische Eigenheiten
- Bestäubungsbiologie
- Infraspezifische Gliederung
- Spekulationen über die systematische Stellung der Myrothamnaceen
- Zusammenfassung
- Literaturnachweis
- Appendix
- Abbildungen


Aus der Einführung:

Myrothamnus flabellifolius Welw., der „Buschtee" oder „Wunderbusch", ist wegen seiner extrem großen Trockenresistenz wohl eine der interessantesten und faszinierendsten Pflanzen Südwestafrikas. In der Trockenzeit macht der Zwergstrauch einen völlig toten Eindruck; seine Zweige sind von grauer Farbe und neigen sich zusammen, sodaß der ganze Strauch besenartig aussieht; die ebenfalls grauen Blätter liegen den Zweigen dicht an, sind zusammengefaltet und scheinen geschrumpft zu sein. Nach den ersten Regen aber erwacht der Strauch scheinbar wieder zum Leben; seine Zweige spreizen auseinander, seine Blätter entfalten sich und werd ?en wieder frisch-grün: Wir haben es hier mit dem wohl extremsten uns bekannten Typus einer sogenannten „poikilohydren"2) Höheren Pflanze zu tun.

Wegen des großen Interesses, das diese merkwürdige Pflanze immer wieder erweckt, erscheint es sinnvoll, einmal eine umfassende Gesamtdarstellung unserer Kenntnisse über diesen „Wunderbusch" zu geben, wobei hier auch — obzwar schon zahlreiche morphologische, anatomische, physiologische als auch ökologische Untersuchungen vorliegen — einige neue, bislang unbekannt gebliebene Befunde hinzugefügt werden können. Des weiteren werden in dieser Arbeit auch einige bisher unbeachtet gebliebene systematische Probleme einer Lösung nähergebracht.


MATERIAL UND METHODEN: Zur Untersuchung gelangte Herbarmaterial von Myrothamnus flabellifolius aus den Herbarien LD, M, NU, W, WIND und WU (Abkürzungen nach Index Herbariorum, Holmgren & Keuken 1974) sowie eigene Aufsammlungen (deponiert im Herbarium WU und, zum Teil, auch in NU).

I. Verbreitungsangaben und -karten: Die Verbreitung von M.f. im südlichen Afrika wurde nach vom Autor gesehenen Herbarmaterial erarbeitet (zweifelhafte Literaturangaben wurden nicht berücksichtigt). Für die Gesamtverbreitungskarte wurden zusätzlich Angaben von Lisowski et al. (1970; tropisches Afrika), Brenan et coll. (1946; Malawi) und Mendes (1970; Angola) zu Hilfe genommen. Eine 'Liste der gesehenen Belege' ist lediglich für Südwestafrika veröffentlicht (Appendix); eine Zusammenstellung des vom Autor gesehenen Materials aus Südafrika, Swasiland, Rhodesien und Mosambique liegt am Botanischen Institut der Uni ?versität Wien auf und kann jederzeit angefordert werden.

II. Karyologische Untersuchungen wurden an Blütenknospen bzw. Sproßspitzen angestellt, die am Wildstandort oder im Labor (nach Einlegen trockener Zweige in Wasser!) in einem Alkohol-Chloroform-Eisessig Gemisch (5:3:1) fixiert worden waren. Das Material wurde mit Karminessigsäure gefärbt, etwas erwärmt, gequetscht und hernach untersucht. Jede Zählung wurde mehrfach verifiziert. Die dazugehörigen Belegexemplare befinden sich im Herbarium des Botanischen Institutes der Universität Wien (WU). [...]