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Die Wasserstelle von Gai-As

Die Wasserstelle von Gai-As

Bericht über eine archäologische Erkundung im Damaraland
Speich, Richard
13841
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Die Wasserstelle von Gai-As

Bericht über eine archäologische Erkundung im Damaraland / Namibia
Autor: Richard Speich
Verlag der Namibia Wissenschaftlichen Gesellschaft
Windhoek, 1998
Broschur, 15x21 cm, 72 Seiten, 1 Faltkarte, 8 Kartenskizzen, 20 sw-Fotos, einige sw-Ill.


Vorbemerkung:

Auf einer sanftgewellten Hochfläche des Damaralandes im Norden Namibias, zwischen den tief eingeschnittenen Flußtälern des Ugab und des Huab, liegt die Wasserstelle von Gai-As. Es ist eine einsame Gegend, weit entfernt von jeder menschlichen Siedlung. Nur wenige Reisende kommen in diese entlegene, wüstenartige Berglandschaft, in dieses namibische "Outback". Vielleicht deshalb wurde der Ort auch von Albert VIERECK (1963) als die "sagenhafte Quelle Gai-As" bezeichnet. - Einst haben hier an der Wasserstelle von Gai-As Menschen gelebt, wie die Reste zahlreicher Siedlungen beweisen. Die Siedlungen stehen im Kontext zu anderen ähnlichen Ansiedlungen, die aus dem Gebiet des Brandberges, der Zerrissenen Berge, des Messumkraters und von mehreren Plätzen an der Skelettküste bekannt sind. Es sind Siedlungen der Hirtennomaden aus den vergangenen 500 Jahren. Sie dokumentieren die letzte vorgeschichtliche und vorkoloniale Phase des Landes im Gebiet des Namibrandes.

Die Wasserstelle ist zwar der Wissenschaft als Fundort weniger, meist steinzeitlicher Artefakte bekannt. Als ausgedehnter Siedlungsplatz der Wanderhirten ist Gai-As jedoch nicht erschlossen und dokumentiert, sieht man von der unveröffentlichten Planaufnahme einer einzelnen Siedlung durch J. Kinahan ab. Der Verfasser hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, das Gesamtbild der Wasserstelle von Gai-As zu erschließen und zu kommentieren.

Die Aufnahme der Bauten von Gai-As mußte aus technischen Gründen beschränkt bleiben auf die Grundstufe archäologischer Erkenntnis, nämlich die Betrachtung und Beschreibung der Denkmale im Gelände. Einzelheiten konnten manchmal nicht berücksichtigt werden. Es besteht die Möglichkeit, daß Bauten oder sogar Quartiere in der weiteren Umgebung übersehen wurden. So ist dieser Bericht nur ein erster Versuch, einen Überblick über die Wasserstelle von Gai-As zu geben. Die mit Hilfe der "Schritt- und Kompaß-Methode" angefertigten Pläne wurden freihändig skizziert und enthalten entsprechende Ungenauigkeiten. Sie können also nicht als exaktes Vermessungsergebnis betrachtet werden. Für viele Siedlungsorte wurde die Position mit GPS ermittelt. Der Übersichtsplan wurde im Maßstab 1: 2000, die Einzelpläne im Maßstab 1: 500 erstellt. Diesem Bericht sind Verkleinerungen hiervon beigegeben.

Die einzelnen Fundorte werden aus praktischen Gründen mit dem englischen Wort "Site" bezeichnet, numeriert und zum leichteren Verständnis mit einem charakterisierenden Namen versehen. Dieser Bericht wäre nicht möglich gewesen ohne die vielfältige Hilfe meines Freundes Eckard Schieberger, der mich nach Gai-As führte, auf vieles dort aufmerksam machte, und mit dem ich das Gefundene immer wieder diskutieren konnte. Besonderer Dank gilt Herrn Dr. John Kinahan, dem früheren Archäologischen Kurator des Staatsmuseums in Windhoek, der mir in vieler Hinsicht geholfen und mir die Verwendung seines Planes der Ostsiedlung gestattet hat.

Sein grundlegendes Werk "Pastoral Nomads in the Central Namib Desert" gab mir wesentliche Anregungen. Schließlich gilt mein Dank den Damen und Herren der Namibia Wissenschaftlichen Gesellschaft / Namibia Scientific Society in Windhoek mit deren Unterstützung ich die Bibliothek benutzen, zahlreiche Quellen und die Artefaktensammlung von Viereck sichten konnte, und die mir schließlich die Veröffentlichung dieser Arbeit ermöglichten.


Inhalt:

Vorbemerkung

Geographische Anmerkungen zu Gai-As

Die Bauten von Gai-As
+ Die Quartiere
+ Die Gebäude

Die bisherige Fund- und Quellenlage

Die Kultur der Wanderhirten in der zentralen Namib
Deutungsversuche zu den Ruinen von Gai-As
+ Beobachtungen und Überlegungen zur Siedlungsstruktur
+ Zur Nutzung der Gebäude
+ Gai-As als Weide- und Versorgungsplatz
+ Zum Alter der Bauten
+ Steingravierungen

Zusammenfassung

Verwendete Literatur

Abstract

Pläne