Springe zum Hauptinhalt »

Seiten durchsuchen

0 Artikel, 0,00 €
zum Warenkorb »

Your Shopping cart is empty.

 

Die Marineoffiziere der Kaiserlichen Marine

Die Marineoffiziere der Kaiserlichen Marine

Sozialisation und Konflikte
Scheerer, Thomas
al0403
neu

sofort lieferbar

34,50 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten
Die Marineoffiziere der Kaiserlichen Marine

Autor: Thomas Scheerer
Kleine Schriftenreihe zur Militär- und Marinegeschichte Band 2
Verlag Dr. Dieter Winkler
Bochum, 2002
Broschur, 350 S., 17x24 cm, 32 sw-Abbildungen, 72 Tabellen


Verlagsankündigung:

In Anlehnung an A. Gemzell untersucht Thomas Scheerer die kaiserliche Marine als Großorganisation im sozialtheoretischen Bezugsrahmen „Organisation, Konflikt und Innovation“.

Mit dieser konflikttheoretischen Perspektive, mit der der Quellenbestand erschlossen wurde, soll die sozialgeschichtlich relevante Frage beantwortet werden, wie die kaiserliche Marine auf zunehmende Technisierung und Industrialisierung sowie den forcierten Ausbau in relativ kurzer Zeit zu einer modernen Schlachtflotte reagierte.

Im ersten Abschnitt beleuchtet Scheerer die strukturellen Rahmenbedingungen der Sozialisation des Marineoffizierkorps: die Einstellungsbedingungen, Ausbildungskosten, Herkunft und schulische Vorbildung, die verschiedenen Ausbildungsgänge der Offiziere sowie Statusfragen.

Hier arbeitet er die Konfliktpotentiale heraus, die negativen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit der Flotte hatten.

Der zweite Abschnitt widmet sich exemplarisch drei Konfliktbereichen im Detail: dem Problem der Vorpatentierung, der Auseinandersetzung um die Vorrangstellung der Seeoffiziere gegenüber den Marineingenieuren und der Flottenchef-Frage von 1912.

In der Bewertung kommt Thomas Scheerer zu dem Schluss, dass eine Anpassung der Organisation an die Erfordernisse eines modernen Seekrieges nicht stattfand, vielmehr an der vom Kaiser 1899 initiierten dezentralen Organisation bis 1918 festgehalten wurde.

So stellt sich das Marinefiasko als ein Personal- und Organisationsfiasko dar: Konflikte wurden im Verborgenen ausgetragen, im Krieg dann unterdrückt oder mit Rücksicht auf die angespannte Kriegslage ignoriert.

Mit seiner auf der Auswertung umfangreichen statistischen Materials basierenden Studie hat Thomas Scheerer nicht nur ein bisher wenig beachtetes Themengebiet der deutschen Sozialgeschichtsschreibung an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert beleuchtet, sondern auch der sozialwissenschaftlichen Organisationsforschung eine breite Datenbasis zur Verfügung gestellt.


Der Inhalt:

Geleitwort zur Schriftenreihe
Vorwort des Autors

1. EINLEITUNG

2. SOZIALISATION DER MARINEOFFIZIERE
2.1 Einstellungsbedingungen
2.2 Kosten der Ausbildung für Seeoffiziere und Marine-Ingenieure i
2.3 Herkunft des Ersatzes
2.3.1 Seeoffiziere
2.3.2 Marine-Ingenieure
2.3.3 Zusammenfassung
2.4 Wissenschaftliche Vorbildung
2.4.1 Seeoffiziere
2.4.2 Marine-Ingenieure
2.5 Ausbildungsgänge
2.5.1 Ausbildungsgang der Seeoffiziere
2.5.1.1 Prägendes in Ausbildung und Alltag
2.5.1.2 Das Marineschuljahr, Anspruch und Wirklichkeit
2.5.1.3 Spezialkurse
2.5.1.4 (Säbel-)Fähnrichszeit
2.5.2 Ausbildungsgang der Marine-Ingenieure
2.5.2.1 Lebensbedingungen der Marine-Ingenieure
2.5.3 Zusammenfassung
2.6 Die Ausbildung im Kriege
2.6.1 Seeoffiziersausbildung im Kriege
2.6.1.1 Die Qualität des Kriegsersatzes und der Ausbildung
2.6.1.2 Führung und Disziplin
2.6.2 Kriegsausbildung der Marine-Ingenieure
2.7 Admiralstabsausbildung
2.8 Der Heiratskonsens
2.8.1 Heiratskonsens und Marine-Ingenieure
2.9 Personalinterna
2.9.1 Stellenbesetzung, Beförderung und Qualifikationsberichte
2.9.2 Personalbogen und Personalnachweise
2.9.3 Kriegsstellenbesetzung
2.9.4 Beförderungsverhältnisse
2.9.5 Zusammenfassung
2.10 Uniformen
2.11 Orden und Ehrenzeichen
2.12 Sozialisation der Marineoffiziere - Resümee
2.12.1 Einstellungsbedingungen und Personalvermehrungen
2.12.2 Rekrutierungskriterien des Ersatzes: Herkunft, Bildung, Kosten der Laufbahn
2.12.3 Ausbildung
2.12.4 Admiralstabsausbildung
2.12.5 Heiratskonsens
2.12.6 Personalinterna
2.12.7 Uniformen, Orden und Ehrenzeichen

3 AUSGEWÄHLTE KONFLIKTE
3.1 Konfliktverdrängung und Loyalität
3.2 Die Frage der Vorpatentierung
3.2.1 Organisationsstruktur und oberste Entscheidungsfindung
3.2.2 Die Frage der Vorpatentierung in den Jahren 1900-1902
3.2.3 Die Frage der Vorpatentierung vom Jahre 1906 an
3.2.4 Vorpatentierung im Kriege
3.2.5 Zusammenfassung
3.3 Die Vorrangstellung der Seeoffiziere gegenüber den Marine-Ingenieuren in der Marinehierarchie
3.3.1 Beschwerde des Marine-Stabsingenieurs Schmidt
3.4 Die Flottenchef-Frage von 1912
3.4.1 Der Abgang des Flottenchefs von Holtzendorff (1909-1912) und seine Gründe
3.4.2 Die Nachfolge v. Holtzendorffs als Flottenchef

4 SCHLUSS

5 QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS
5.1 Ungedruckte Quellen
5.2 Gedruckte Quellen
5.3 Literatur

6 PERSONENREGISTER

7 ANLAGEN
7.1
Anlage l: Kosten der Ausbildung zum Seeoffizier vom Seekadetten bis zum Oberleutnant zu See
7.2
Anlage 2: Einkommensübersicht vom Seekadetten bis zum Oberleutnant zur See pro Monat
7.3
Anlage 3: Kosten der Ausbildung vom Anwärter bis zum Marine-Ingenieur
7.4
Anlage 4: Kosten der Laufbahn zum Torpedo-Ingenieur
7.5
Anlage 5: Kosten der Ausbildung zum Marinezahlmeister
7.6
Anlage 6.1 Übersicht über alle Offizierkorps und Mannschaften von 1902-1918
Anlage 6.2.1: Seeoffizierkorps und Chargenverhältnis von 1900-1918
Anlage 6.2.2: Seeoffiziere im Kriege und Chargen 1914-1918 (zusätzlich Matrosen-Artillerie und Marineinfanterie)
Anlage 6.2.3: Seeoffizierkorps nach Jugend und Alter von 1900-1918
Anlage 6.2.4: Die Entwicklung des Seeoffizierkorps und der Chargen Leutnant zur See, Oberleutnant zur See, Kapitänleutnant und Korvettenkapitän von 1900 bis 1918
Anlage 6.3: Offizierkorps der Marine-Infanterie und Chargen von 1900-1918
Anlage 6.4.1: Marine-Ingenieurkorps und Chargen von 1900-1918
Anlage 6.4.2: Torpedo-Ingenieurkorps und Chargen von 1900-1918
Anlage 6.4.3: Marine-Ingenieure und Torpedo-Ingenieure im Kriege und Chargen 1914-1918
Anlage 6.4.4: Die Entwicklung des Marine-Ingenieurkorps und der Chargen Marine-Ingenieur, Marine-Oberingenieur, Marine-Stabsingenieur und Marine-Oberstabsingenieur von 1900 bis 1918
Anlage 6.5.1: Marine-Sanitätsoffizierkorps und Chargen von 1900-1918
Anlage 6.5.2: Marine-Sanitätsoffizierkorps und Chargen im Kriege 1914-1918
Anlage 6.6.1: Feuerwerks-, Zeug- und Torpedo-Offizierkorps und Chargen von 1900-1918
Anlage 6.6.2: Feuerwerks- und Torpedo-Offizierkorps im Kriege und Chargen von 1914-1918
Anlage 6.7: Marine-Zahlmeisterkorps und Chargen von 1900-1918
Anlage 6.8: Verteilung der Geistlichen in der kaiserlichen Marine im Jahre 1900
7.7
Anlage 7.1: Dienstgrade der Marineoffizierskorps - Änderungen der Dienstgrade
Anlage 7.2: Dienstgrade der Marineoffizierkorps – vergleichende Übersicht der Dienstgrade
7.8
Anlage 8.1: Seeoffizieranwärter: Einstellungszahlen - gegliedert nach Bildung, Herkunft (Abiturienten) und Adelsanteil von 1890-1914
Anlage 8.2: Seeoffizieranwärter: Die Herkunft der Nicht-Abiturienten von 1909-1914
Anlage 8.3: Seeoffizieranwärter: Anmeldungen und Einstellungen, gegliedert nach Abiturienten und Nichtabiturienten von 1900-1913
Anlage 8.4: Die Entwicklung der Anmeldungen und Einstellungen von 1900-1913 (Seeoffizieranwärter)
Anlage 8.5: Die Einstellungsquote
Anlage 8.6: Die Einstellungen von Seeoffizieranwärtern und Mehrbedarf an Seeoffizieren aufgrund von Indienststellungen von Schiffen
Anlage 8.7: Anteil der Abiturienten, Fähnriche und Primaner am Seeoffiziernachwuchs von 1895-1915
7.9
Anlage 9: Herkunft des Marine-Ingenieurersatzes - Berufe der Väter der Jahrgänge 1904,1905 und 1906
7.10
Anlage 10: Durchschnittsalter der Abiturienten und Primaner beim Eintritt in die Marine als Seeoffizieranwärter von 1900-1913
7.11
Anlage 11.1: Ausbildungsgang zum Seeoffizier 1893-1899
Anlage 11.2: Ausbildungsgang zum Seeoffizier 1899-1914
Anlage 11.3: Ausbildung zum Marine-Ingenieur nach der Neuorganisation von 1903
7.12
Anlage 12.1: Dokument: Feststellung der Endergebnisse der Seeoffizierprüfung
Anlage 12.2: Dokument: Lehrplan und Lehraufgaben für die Marineschule
Anlage 12.3: Dokument: Tageseinteilung der Offiziersanwärter
7.13
Anlage 13.1: Durchschnittsalter
Anlage 13.2: Festsetzung von Altersgrenzen
Anlage 13.3: Seeoffiziere. Durchschnittsalter bei der Beförderung zum Dienstgrad von 1890-1905
Anlage 13.4: Lebensalter der Seeoffiziere bei ihrer Verheiratung sowie ihre Anzahl vom Leutnant bis zum Admiral von 1898-1910
Anlage 13.5: Chargenverhältnis bei den Seeoffizieren im Vergleich der Stellenzahl für 1900 zu der vorgesehenen Stellenzahl für 1920 (hochgerechnet) und der tatsächlichen Stellenzahl
Anlage 13.6: Marine-Ingenieure. Durchschnittsalter beim Eintritt in die Charge
Anlage 13.7: Stellenkegel und Chargenverhältnis, Seeoffiziere und Marine-Ingenieure im Vergleich 1903 und 1906
Anlage 13.8: Anteil der Süddeutschen an den Offizierskorps im Jahre 1902
7.14
Anlage 14.1: Abgänge in der Seeoffizierausbildung von 1899-1913
Anlage 14.2: Seeoffizieranwärter. Abgänge und Leistungen an der Marineschule von 1901-1913
Anlage 14.3: Abgänge der Seeoffiziersanwärter an der Marineschule und ihre Ursachen von 1900-1912
7.15
Anlage 15.1: Verteilung der Marine-Ingenieure nach Bord- und Landverwendungen von 1904-1906
Anlage 15.2: Abgänge der Seeoffiziere nach Dienstgraden von 1898-1908
Anlage 15.3: Abgänge der Marine-Ingenieure nach Chargen von 1898-1913
Anlage 15.4: Außerterminmäßige Ablösungen infolge Krankheit im Jahre 1904 und 1905
7.16
Anlage 16.1: Seeoffizieranwärter im Kriege. Einstellungszahlen und Beförderungszeiten zum Leutnant zur See von 1911-1918
Anlage 16.2: Die Ausbildung der Seeoffizieranwärter im Kriege
Anlage 16.3: Ausbildungsplan zum Seeoffizier im Kriege für das Jahr 1916
Anlage 16.4: Verteilung der Fähnriche zur See an das Kommando der Hochseestreitkräfte
Anlage 16.5: Beförderungsverhältnisse in der Marine und in der Armee im Kriege (Stand 17.12.1917)
Anlage 16.6: Seeoffiziere im Kriege von 1914-1917, gegliedert nach Ost- und Nordsee, aktiv und inaktiv
Anlage 16.7: Beförderungsverhältnisse der Marine-Ingenieure
Anlage 16.8: Zusammenstellung über den voraussichtlichen Fehlbetrag an Marine-Ingenieuren vom Oktober/November 1911
7.17
Anlage 17: Bildungsstand der erstmalig zur Marineakademie kommandierten Seeoffiziere (l. Coetus)
7.18
Anlage 18: Auszüge aus den Qualifikationsberichten (Q) des Vizeadmirals a. D. William Michaelis
Anlage 18.1: Auszüge aus den Q-Berichten über Kapitänleutnante zum 1.12.1905
Anlage 18.2: Auszüge aus der Q-Berichten über Korvettenkapitäne zum 1.12.1907 und 1.12.1908
Anlage 18.3.1: Auszüge aus den Q-Berichten über Fregattenkapitäne zum 1.12.1910 und 1.12.1912
Anlage 18.3.2: Auszüge aus den Q-Berichten über Kapitäne zur See zum 1.12.1915
7.19
Anlage 19: Personalbogen und Veränderungsnachweise
7.20
Anlage 20.1: Personalverluste im Kriege
Anlage 20.2: Personalverluste im Kriege während der Skagerrakschlacht
Anlage 20.3: Abgänge der Seeoffiziere und ihre Abgangsgründe von Juli 1914 - Juni 1915 vom Kapitänleutnant bis zum Admiral
7.21
Anlage 21: Die wichtigsten Uniformänderungen von 1888 - 1917
7.22
Anlage 22.1: Bezeichnung der Orden und Ehrenzeichen (Stand 1913)
Anlage 22.2: Verleihung des Eisernen Kreuzes I. Klasse an die Offizierkorps 1916 und 1918
Anlage 22.3: Verleihung des Eisernen Kreuzes I. Klasse an die Offizierkorps 1916 und 1918
Anlage 22.4: Verleihung des Ordens „Pour le merite“ im I. Weltkrieg mit und ohne Eichenlaub an die Seeoffiziere
Anlage 22.5: Verleihung der wichtigsten Orden für Seeoffiziere undMarine-Ingenieure im Jahre 1900 und 1913