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Die deutsche Sprachgruppe Südwestafrikas in Politik und Recht seit 1915

Die deutsche Sprachgruppe Südwestafrikas in Politik und Recht seit 1915

Prof. Dr. jur. Werner Bertelsmann untersuchte als erster die Rolle der deutschen Sprachgruppe Südwestafrikas in Politik und Recht seit 1915.
05-0336
0949995290
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Buchtitel: Die deutsche Sprachgruppe Südwestafrikas in Politik und Recht seit 1915
Autor: Werner Bertelsmann
Herausgeber: SWA Wissenschaftliche Gesellschaft
Windhoek, Südwestafrika 1979
ISBN 0949995290
Originalbroschur, 15x21 cm, 172 Seiten

Zustand::

Gut. Broschur mit geringen Gebrauchsspuren, innen sauber.

Beschreibung:

Gegenstand dieser hochinteressanten Untersuchung, die von der damaligen S.W.A. Wissenschaftlichen Gesellschaft herausgegeben wurde, ist die im minderheitsrechtlichen Schrifttum wenig beachtete deutschsprachige Bevölkerungsgruppe des ehemaligen deutschen Schutzgebietes. Sie stellte, seit sie Minderheit wurde, einen Sonderfall dar - auf Grund von Umständen, die nicht nur bei rechtsvergleichender Betrachtung berücksichtigt werden müssten, sondern zum Verständnis der rechtlichen Entwicklung auch dieser Darstellung teils vorangestellt, teils eingeflochten werden sollen.

Infolge des ersten Weltkrieges wurden die Südwestafrika-Deutschen die einzige "unfreiwillige" deutsche Minderheit in Übersee ("Fernminderheit"). Freiwillig hatten sie sich nicht im Ausland, sondern in deutschem Gebiet niedergelassen, und im Gegensatz zu den deutschen Einwohnern anderer ehemaliger Schutzgebiete blieben dort die meisten von ihnen als sesshafte Bevölkerung unter fremder Flagge. Sie waren denn auch die einzige deutsche Fernminderheit, die sich gegen die Trennung vom Heimatstaat auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker berief, die noch bis zur Entscheidung im zweiten Weltkrieg irredentistisch eingestellt war.

Und die Rückkehr ihres Gebietes unter deutsche Hoheit wünschte und um deretwillen ein Minderheitenschutzvertrag, nämlich das Londoner Abkommen vom 23.10.1923, geschlossen wurde. Diesen Vertrag lassen Entstehungsgeschichte, Inhalt und Schicksal weit aus dem Rahmen der anderen Minderheitenschutzverpflichtungen fallen, die nach dem ersten Weltkrieg völkerrechtlich begründet wurden. Beispiellos in jener Zeit, wenn nicht in der Weltgeschichte, war dabei der Versuch, den Loyalitätskonflikt einer nationalen Minderheit mittels doppelter Staatsangehörigkeit zu lösen, wodurch er dann in besonderer Weise verschärft wurde.


Auszug aus diesem Buch: