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Büffel unterm Kreuz des Südens

Büffel unterm Kreuz des Südens

Jagd auf Kaffernbüffel, Eland, Hartebeest, Warzenschweinkeiler, Oryx und Kudu in Tansania und Namibia
Robert, Wolfgang
16002
neu

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29,95 €
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Büffel unterm Kreuz des Südens

Autor: Wolfgang Robert
Verlag: Neumann-Neudamm
Melsungen, 2001
ISBN 9783788807429
Kartoneinband, 17x25 cm, 206 Seiten, zahlreiche farbige und sw-Abbildungen


Beschreibung:

In mitreißendem Stil schildert Wolfgang Robert die Jagd auf Kaffernbüffel, Eland, Hartebeest, Warzenschweinkeiler, Oryx und den Großen Kudu.

Der Leser hat das Gefühl, mit dabei zu sein, wenn es im Einbaum auf Büffeljagd geht und zur gefährlichen Nachsuche ins hohe Elefantengras.

Alles ist so hautnah erzählt, dass man meint, den Rauch des Lagerfeuers zu riechen und in der Ferne das dumpfe Grollen der Löwen zu hören.

Für angehende Büffeljäger ist das Schlußkapitel von besonderem Interesse:

Der "Professional Hunter" in Tanzania, Ted Gorsline, berichtet dem Autor am Kaminfeuer aus seinem großen Erfahrungsschatz und gibt wichtige Hinweise für die Büffeljagd.


Inhaltsverzeichnis:

Unser Jagdlager am Ngundu
Büffelnachsuche im Elefantengras
Büffel - in der Suhle überrascht
Warzenschweinkeiler im Dickbusch
Vom Jagen in der Steppe
Im Einbaum auf Büffeljagd
Kaffernbüffel - erfüllte Träume
Im Galeriewald
Elandjagd am Waterberg
Die bejagten Wildarten
• Kaffernbüffel
• Eland- oder Elenantilope
• Großer Kudu
• Oryx-Antilope
• Hartebeest - Südafrikanische Kuhantilope
• Warzenschwein
• Schabrackenschakal
• Helmperlhuhn
• Rotschnabel-Frankolin
Schüsse und ihre Wirkung
• aus dem Erfahrungsschatz meines Jagdführers in Tanzania
Pakara


Elandjagd am Waterberg:

Heute ist ein besonderer Tag, ein richtiger Festtag auf der Farm am Waterberg. Der weiße Mais ist geerntet. Der Ertrag war gut, und die gesamte Ernte ist bereits verkauft. So steht eine Art Erntedankfest an, zu dem alle auf der Farm Beschäftigten eingeladen sind. Frohe Stimmung hat sich ausgebreitet. Alle freuen sich auf das Fest, das am späten Nachmittag beginnen soll.

Wir sitzen am runden Tisch im Eßzimmer und frühstücken ausgiebig. Dieser große Tisch, an dem gemütlich zehn Leute Platz nehmen können, hat eine Besonderheit. Er besteht aus zwei runden Holzplatten, bei denen die obere kleiner und drehbar ist.

Auf dieser Platte sind die guten Dinge aufgebaut, die die Farm zu bieten hat: frische Bananen aus dem Garten, kalte Oryxsteaks, selbstgebackenes Brot und Pup, der weiße Maisbrei, den man sich, gemischt mit hausgemachter Orangenmarmelade, anrührt. Auch Zitronengras wächst auf der Farm, und die Zubereitung des Tees ist sehr einfach.

Das trockene Gras wird abgepflückt und wie Heu in eine Teekanne gestopft. Darüber kommt kochendes Wasser, und schon ist der Tee fertig und schmeckt ganz frisch geerntet besonders aromatisch. Beim Frühstücken ist es immer recht lustig, wozu auch die drehbare Tischplatte beiträgt.

„Astrid, kann ich bitte mal das Brot haben?" Und schon dreht sich die Platte, das Brot kommt angefahren. Jeder nimmt sich beim Vorbeidrehen, was er möchte. Die Platte ist in ständiger Bewegung. Während des Frühstücks wird auch gewöhnlich der Jagdplan für den Tag besprochen. Für die Entscheidung, an welche Plätze wir gehen können, ist immer die Windrichtung ausschlaggebend.

Die Wasserversorgung der Farm wird von zwei großen Windrädern gewährleistet. Das dumpfe, leise Bong-Bong der Pumpen ist ein ständiges Geräusch im Bereich des Farmhauses. Auf der weitläufigen Farm werden etwa 900 Rinder gehalten. Der Owambo Bonifatius ist der oberste Rinderhirte, der dafür sorgt, daß auf den Viehkamps alles in Ordnung ist.

Die Tränken müssen stetig mit Wasser versorgt sein, und darüber hinaus kümmert er sich um alles, was mit den Rindern zu tun hat. Bonifatius ist ein tüchtiger Mann, auf den sich der Verwalter verlassen kann. Auf unsere Art und Weise kann er zwar nicht zählen, aber wenn Volker ihn zum Beispiel fragt, ob mit den 84 Rindern, die auf der Nordweide stehen, alles in Ordnung sei, sagt er:

„Ob es 84 Rinder sind, kann ich dir nicht sagen, aber ich habe gestern gemerkt, daß zwei fehlen." Und als Volker hinfährt und nachsieht, fehlen tatsächlich zwei Rinder von der Weide. Die meisten Farmarbeiter sind vom Stamme der Owambo.

Aber auch Leute vom Volk der Herero und Damara arbeiten hier. Selbst eine Buschmannfrau lebt auf der Farm. Die Schwarzen wohnen mit ihren Familien in der „Lokasi", so wird die kleine Siedlung genannt, in der nur die schwarzen Arbeiterfamilien leben. Sie liegt etwa einen halben Kilometer von der Farm entfernt.

Den Abend verbringen die Familien meist im Freien vor den kleinen Häusern, die der Farmer für sie gebaut hat. Ein Feuer brennt vor dem Hauseingang. Sie sitzen auf dem Boden, erzählen und lachen, dabei wird gekocht und gegessen. Es hat den Anschein, daß es hier recht fröhlich zugeht.

Heute vormittag wollen wir eine lange Kutschfahrt auf dem Gelände der Farm unternehmen. Astrid hat in den letzten Wochen zwei Pferde mit dem Wagen eingefahren. Eine leichter Anhänger mit Gummirädern wurde extra zur „Kutsche" umgebaut, und man hat Holzbänke darauf montiert. Heute soll die erste große Ausfahrt stattfinden.

Zwei leichte, braune Pferde werden von der Koppel geholt. Sie lassen sich brav einspannen. Meine Frau, Volker und Emanuel besteigen ebenfalls den Kutschwagen. Emanuel hat für alle Fälle noch seinen Drilling mitgenommen, man kann ja nie wissen, was uns unterwegs begegnet.

Brav ziehen die zwei Pferde an, und bald geht es im flotten Trab fast lautlos auf den roten Sandwegen dahin. Der frische Fahrtwind ist angenehm. Ab und zu prusten die Pferde vor Freude. Uns macht es mächtig Spaß, so hoch zu sitzen, leicht und angenehm durch die schöne Landschaft zu fahren.

Häufig gehen große Ketten von Perlhühnern mit lauten Rufen nah am Wagen hoch. Aber die Pferde lassen sich dadurch nicht erschrecken. Als wir an einem abgeernteten, eingezäunten Maisacker vorbeifahren, bemerkt uns eine Rotte von Warzenschweinen erst im letzten Moment. Sofort preschen sie los. [...]