Springe zum Hauptinhalt »

Seiten durchsuchen

0 Artikel, 0,00 €
zum Warenkorb »

Your Shopping cart is empty.

 

Briefe aus Südwestafrika

Briefe aus Südwestafrika

Briefe des Leutnants August Remmets, Erlebnisberichte und Gedanken aus der Kalahari, im Einsatz beim Bahnbau und zum Diamantenfund
Kemna, A.; Rust, Hans-Joachim
05-0664
neu

sofort lieferbar

22,50 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

Untertitel: Briefe des Leutnants August Remmets, Erlebnisberichte und Gedanken aus der Kalahari, im Einsatz beim Bahnbau und zum Diamantenfund. Eindrücke von der Heimfahrt über Süd- und Ostafrika.
Bearbeitung: A. Kemna; H. J. Rust
Herausgeber: Namibia Wissenschaftliche Gesellschaft
Windhoek, o. J.
ISBN: 99916-40-00-2 (Namibia)
ISBN: 3-936858-24-1

Broschur, 15x21 cm, 214 Seiten, etliche sw-Fotos, 1 Faltkarte


Aus dem Vorwort von Alwin Kemna:

Wer sich heute mit Namibia beschäftigt, liest sicherlich schon bald Bücher und Berichte aus der relativ kurzen Zeit, als dieses Land Deutsch-Südwestafrika genannt wurde. Ein bevorzugtes Thema aus den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg ist der Zug des Hauptmanns v. Erckert gegen Simon Kopper zu seinen Schlupfwinkeln in die britische Kalahari. Neben den zahlreichen Romanen und Erlebnisberichten aus diesen bewegten Jahren gibt es auch ein Werk des Großen Generalstabs über die „Kämpfe der deutschen Truppen in Südwestafrika". Im Band 2: „Der Hottentottenkrieg", findet man im Ergänzungsheft von 1908 unter der Überschrift: „Morengas Ende und der Zug Erckerts gegen Simon Kopper in die Kalahari" folgenden Text:

„Zu dem Zweck (der Wasserversorgung) ließ er (Erckert) umfangreiche Bohrungen, zum Teil mittels Bohrmaschinen, in den Revieren des Auob, Elephanten-Flusses und des Nossob, die zunächst als Vormarschstraßen in Frage kamen, anstellen. Nachdem in monatelanger, entbehrungsreicher Arbeit, bei der sich besonders Oberleutnant Jensch und Leutnant Remmets verdient machten, beträchtliche Tiefen erreicht waren, mußten die Bohrungen größtenteils als aussichtslos aufgegeben werden."

Dieser Leutnant Remmets ist der Schreiber der Briefe aus den Jahren 1908 und 1909, die, handschriftlich in der zu jener Zeit gebräuchlichen deutschen Schrift kopiert, in einem schönen repräsentativen Ledereinband der Nachwelt erhalten blieben. Wenn man sich in die damalige Zeit versetzt, und das gelingt besonders gut durch das Studium alter Tageszeitungen, versteht man leichter, daß sich ein Familienmitglied, ob Vater oder Mutter, der Mühe unterzogen hat, die Briefe des geliebten Sohnes aus dem fernen Afrika, auf den man wegen seiner besonderen Leistungen fürs Vaterland stolz ist, in aller Länge und Ausführlichkeit abzuschreiben. Spätere Leser ziehen aus der Lektüre alter Briefe erst rechten Gewinn, wenn sie auch die allgemeinen Verhältnisse zu jener Zeit sowie die Lebensumstände der Briefschreiber kennen, besonders dann, wenn nur die eine Hälfte des Briefwechsels überliefert ist.

Zum Verständnis der vorliegenden Briefe erschien uns einmal der Lebenslauf von August Remmets wichtig, darüber hinaus haben wir uns bemüht, Erklärungen für alle Namen und Anlässe militärischer, familiärer und geschichtlicher Art ausfindig zu machen. Beim Militär war damals alles ganz einfach, denn mit der Ernennung zum Leutnant wurde der Offizier Jahr für Jahr in den „Ranglisten der königlich preußischen Armee" mit allem Wissenswerten aufgeführt. Über die familiären Verhältnisse und über die Verwandtschaft waren Unterlagen nur schwer zu beschaffen, denn es gibt nur noch ganz wenige Leute, die mit unserem August Remmets direkt verwandt sind.

Es handelt sich dabei in erster Linie um die Nachkommen seines Bruders Theodor, einem Sohn und einer Tochter. Die inzwischen verstorbene Tochter, Frau Still, hat uns bei unseren Nachforschungen mit großem Interesse und intensiver Anteilnahme unterstützt. Wir gedenken ihrer mit großer Dankbarkeit. Aber auch einige Angehörige und Verwandte der Mutter des August Remmets, mit denen wir sprechen konnten, haben uns geholfen, eine Bedeutung für die Namen, die in den Briefen erwähnt werden, zu finden. Bis auf ganz wenige Ausnahmen ist es uns so gelungen, einen Bezug herzustellen. [...]